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Grüne Lärmschutzwand für DB Bahntrassen und Innenstadtbegrünungen

Die Entwicklung der „grünen Lärmschutzwand“ für DB-Bahntrassen kombiniert mit dem umweltschonenden betonlosen Fundamentbau mittels SPF Schraubpfahlfundamente / Verdrängungspfähle nach DIN EN 12699 ist die innovative und umweltfreundliche Lösung für sofort grünen und hoch wirksamen  Lärm- und Sichtschutz bei geringem Platzbedarf.

 

Das Lärmschutzwandsystem besteht aus extrem stabilen feuerverzinkten Metallpflanzkörben, die mit einem Stecksystem im Reihenverbund modular in jeder Bauhöhe bis 6 Meter im Baukastensystem verbaut und fundamentiert wird. Die Wand wird beidseitig mit wasserspeichernden Kokosmatten oder Trennvliesen ausgekleidet. Die Substrat-Befüllung erfolgt direkt auf der Baustelle. Die Bepflanzung der Ansichtsflächen kann individuell gestaltet werden. Die sofort wirksamen Begrünungen mit sehr robusten, immergrünen, temperatur- und witterungsunabhängigen Pflanzen wie z. B. Efeu sind auch an Orten und Bahnstrecken mit geringem Platzangebot sowie mit extremen Wind- und Sogbeeinflussungen besonders prädestiniert. Weitere stabile, temperatur- und witterungsresistente Bepflanzungen sind möglich. Nach max. 6 Monaten Vegetationszeit ist die vollständige Begrünung erreicht.

Durch das hohe Raumgewicht, die offenporige Struktur der Wandmaterialien sowie die Belaubung wird Schall besonders gut absorbiert (siehe Messwerte).

Die Wand kann sowohl auf allen unbefestigten oder befestigten Flächen sowie auf auch auf Bauwerken, z. B. Brücken, errichtet werden. Die Gründung erfolgt durch Schraubpfahlfundamente entsprechend den jeweils vorliegenden Bodengutachten. Die örtlichen Bauvorschriften werden bei der Planung und Realisierung einbezogen. Grundsätzlich wird bei allen Bauhöhen ein statischer Nachweis entsprechend der Wind- und Soglasten erstellt.

Die ökologische Leistung der „grünen Lärmschutzwand“ (Kohlendioxyd-Bindung, Sauerstoffproduktion, Kühlleistung) ist messbar.

Konstruktion

Baubreite

Ab 45 cm plus beidseitiger Bewuchs

Bauhöhe

Bis 6 Meter

Konstruktion

Stahlgitterkörbe feuerverzinkt mit sehr hoher Lebensdauer

Technische Daten

Raumgewicht

Ca. 800 kg/m2

Schalldämmung

DLSI,G = 31 dB (Einzelangabe nach DIN EN 1793-2)

Schallabsorbtion

DLα = 9 dB (Einzelangabe nach DIN EN 1793-1)

Erfüllt Anforderungen nach ZTV-LSW 06 sowie die Richtlinie

DB 800.2001 Lärmschutzwände für den Zugverkehr wird erfüllt

Was 100 m2 Lärmschutzwand mit Efeu begrünte Fläche leisten
Forschungsergebnisse und Kennzahlen:

Feinstaubabscheidung

Efeu scheidet in signifikantem Maße Feinstaub aus der Umgebung ab. Tau und Regenwasser binden diese Partikel auf den Blattoberflächen und führen sie ab.

Wasserverwertung

100 m² begrünte Fläche verwerten ca. 100 m³ Oberflächen- und Grauwasser pro Jahr.

Stadtklima

Gebäudekühlung durch Beschattung und Kühlung der Umgebungsluft durch Wasserverdunstung (Evapotranspiration) der Pflanzen. Bis zu 75 % der Wärmeenergie wird neutralisiert.

C0²-Bindung

100 m² begrünte Fläche binden ca. 230 kg CO2 pro Jahr.

Sauerstoff
produktion

100 m² begrünte Fläche produzieren ca. 170 kg Sauerstoff pro Jahr.

Schalldämmung- / -absorbation:

DLSI,G = 31 dB (Einzelangabe nach DIN EN 1793-2) / DLα = 9 dB (Einzelangabe nach DIN EN 1793-1)

(Quelle: Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden).

Vorteile

Die Vorteile der grünen Lärmschutzwand:

  • Kurze Montagezeiten durch Vormontage ohne Beeinflussung auf Verkehr oder Bahnbetrieb
  • Geringer Platzbedarf auch für sensible Bausituationen
  • Dadurch größere Akzeptanz im Planungsverfahren
  • Vollständige Begrünung innerhalb weniger Wochen
  • Dadurch schnelle Wirksamkeit bei der Staub- und Schadstoffbindung
  • Optimierte Komponenten für verschiedene Standortsituationen
  • Geringer Pflegeaufwand
  • Geeignet für aktive Regenwasserverwertung (Grau- und Oberflächenwasser)

 

Schalldämmung / Schallabsorption:  

Die Einzelangabe der Schalldämmung erfüllt die DLSI,G = 31 dB nach DIN EN 1793-2. Damit ist die grüne Lärmschutzwand in die Gruppe B3 nach DIN EN 1793-2 Anhang A einzustufen. B3 ist die höchste Gruppe für die Luftschalldämmung einer Lärmschutzwand.

Die Schalldämmung der geprüften Lärmschutzwand liegt in allen Frequenzen über den geforderten Mindestwerten der Deutschen Bahn und genügt somit den Anforderungen nach Richtlinie DB 800.2001 an Lärmschutzwände für den Zugverkehr.

Die Einzel-Angabe der Schallabsorption beträgt DLα = 9 dB. Das geprüfte System ist nach DIN EN 1793-1 in der Gruppe der Schallabsorptions-Eigenschaften A3 einzuordnen, mit der Absorptionseigenschaft „hoch absorbierend".

 

Ökologischer Mehrwert:

Wie lassen sich die Lebensqualität in urbanen Zentren erhöhen, Feinstaub reduzieren und Hitzeinseln in den Innenstädten vermeiden? Wie begegnet man den Herausforderungen des sich wandelnden Klimas, das unter anderem Starkregen und extreme Sonneneinstrahlung mit sich bringt? Wie lässt sich eine Lärmschutzwand an Bahntrassen, Straßen und im innerstädtischen Baubestand, sowie an Bahnhöfen und Parkplätzen integrieren, die einerseits effektiv Schall dämmt und andererseits hohen, ökologischen Ansprüchen gerecht wird? Diese und viele weitere Fragestellungen mit konkreten ökologischen Herausforderungen beschäftigen täglich Wissenschaftler, die Bauwelt, Privatpersonen – und auch uns.

 

Biologische Vielfalt:

Diverse Insektenarten leben in der Vegetation der grünen Wände als vertikaler Lebensraum oder besuchen die blühenden Stauden während deren Blütenzeit. Bei anderen Projekten kann die Pflanzenauswahl z. B. auf bestimmte Habitat-Typen abgestimmt werden, um ausgewählten Spezies einen Lebensraum zu bieten. Damit ist unsere grüne Lärmschutzwand ein Teil der Grünstruktur für die Bundesbahn, dessen Bahntrassen und Bahnhöfe und kann gleichzeitig ein Trittsteinbiotop für verschiedene Pflanzen- und Tierarten sein.

 

Anpassung an den Klimawandel:

Eine herkömmliche Lärmschutzwand aus Stein oder Beton würde die Sonneneinstrahlung als Wärme speichern und im Sommer zur Aufheizung der Stadt beitragen. Die lebendige grüne Lärmschutzwand bewirkt das Gegenteil: Die Bepflanzung verdunstet Regenwasser und trägt damit zur Kühlung der Umgebung bei.

 

Ressourcenabbau:

Die grüne Lärmschutzwand kann nachhaltig Grau- und Oberflächenwasser verwerten, welches  z. B. von den Dächern oder befestigten Flächen aufgefangen und der grünen Wand zugeleitet wird. Dadurch wird bei Starkregenereignissen das Kanalsystem entlastet. Efeupflanzen wirken wie ein Pumpsystem und nehmen viel Oberflächenwasser auf.  Das Wasser kann z. B. in einem eigens für diesen Zweck gebauten Anstaukanal gesammelt und bei Bedarf der Bewässerung zugeführt werden.

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Deutsche Fundamentbau Gesellschaft

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